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20.01.2003 18:13 Alter: 9 yrs

Achtung, zu hohe Strahlenwerte!

Kategorie: Mobilfunk
Autor: Bürgerinitiative Omega Klaus Rudolph

Das Ecolog-Institut hält einige Mobilfunkstandorte in der Stadt für problematisch.

Schenefeld - Im Auftrag der Stadt hat das Ecolog- Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung alle derzeitigen und geplanten Mobilfunkstandorte in der Stadt untersucht. Das Urteil: Die meisten Sendeanlagen sind unbedenklich. Allerdings hält Institutsleiter Peter Neitzke vier Bereiche für problembehaftet. Zwei der Standorte, so trug Neitzke in einer Info-Veranstaltung vor, seien noch nicht gebaut.

Die in Deutschland geltenden Sicherheitsgrenzwerte liegen für Mobilfunk zwischen zwei und neun Watt pro Quadratmeter. Sie werden von allen in Schenefeld vorhandenen sowie den geplanten Anlagen eingehalten. Neitzke: „Das ist kein Wunder. Diese Grenzwerte sind sehr hoch, werden nie überschritten.“ Das Ecolog- Institut hält die Werte nicht für geeignet, Gesundheitsrisiken auszuschließen. Die Experten haben einen Vorsorgewert errechnet, der in der Nähe von sensiblen Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Wohngebieten, Krankenhäusern) nicht überschritten werden sollte. Er liegt bei 0,01 Watt pro Quadratmeter, was zehn Milliwatt entspricht.

Diesen Vorsorgewert überschreitet eine Anlage an der Altonaer Chaussee 16. Sie kommt auf 16 Milliwatt. Auf einem Hochhaus an der Fünf-Finger-Kreuzung (Lornsenstraße 113) sind 17 Antennen platziert. Auch hier wird der Vorsorgewert nicht eingehalten. Neitzke empfiehlt in diesem Fall, seine Berechnungen durch Messungen zu untermauern. In Häusern, die in Abstrahlrichtung stehen und zehn Meter Höhe aufweisen, sei eine genaue Untersuchung notwendig. Für dramatisch hält Neitzke die Situation nicht - schließlich berücksichtigen die Rechnungen immer den ungünstigsten Fall.

Eine geplante UMTS-Anlage von D2 Vodafone am Wurmkamp würde ein Nachbargebäude mit 50 Milliwatt bestrahlen. 30 Milliwatt Leistung ergibt sich nach einer geplanten Aufrüstung einer Antenne an der Friedrich- Ebert-Allee. Neitzke: „Ich rate dringend von einer Realisierung ab.“ Über die Konsequenzen aus dem Gutachten werden die Politiker am Dienstag beraten. Gegen bereits bestehende Anlagen haben sie ohnehin keine Handhabe. Allerdings kann in begrenztem Maße versucht werden, Neuansiedlungen zu vermeiden.

Quelle: Hamburger Abendblatt Lokales 17.1.2003 von Arne Kolarczyk


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