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Demonstration als Akt der Notwehr
Kategorie: MobilfunkAutor: Bürgerinitiative Omega Klaus Rudolph
Salzburg, 06. 05. 04 Schranne, vor dem Schloss Mirabell.
Wir Eltern, der Rudolf-Steiner-Schule Salzburg, haben uns mit Unterstützung des Lehrerkollegiums entschlossen mit unseren Kindern unseren Protest in die Öffentlichkeit zu tragen.
Deswegen sind wir heute trotz der unfreundlichen Witterung auf die Schranne in Salzburg gekommen, um hier eine friedliche engagierte und künstlerische Demonstrationskundgebung abzuhalten. Hunderte Eltern, SchülerInnen und PädagogInnen sind mit selbstgebastelten Transparenten und Schildern da gewesen. Eine Schülertrommelgruppe hat die Kundgebung eingeleitet und die Schülerperformance begleitet. Diese Darbietung hat die unsichtbare Strahlung, die man auch nicht riechen und nicht hören kann, drastisch veranschaulicht. Die AkteurInnen sind unter der „Einwirkung“ der Strahlung, die durch eine dünne Kunststofffolie versinnbildlicht wurde, zu Boden gesunken...
Wir sind es leid hingehalten zu werden. Scheinbar ist für die Gesundheit unserer Kinder, vor allem in Betracht einer Langzeitexposition durch massive Hochfrequenzbestrahlung durch Mobilfunksender (siehe angehängte Experten Zitate von Dr. Lebrecht von Klitzing), niemand zuständig. Und um die Gesundheit unserer Kinder geht es uns aber.
Wir wollen und werden für unsere Kinder einen vorsorgenden Gesundheitsschutz erreichen und darum müssen die Mobilfunksender neben unserer Schule weg.
Ganz abgesehen davon ist unsere Schule bei weitem nicht als einzige betroffen. Im ganzen Land sind Hunderte Schulen und Kindergärten durch Mobilfunkmasten einer unnötigen und vermeidbaren Belastung ausgesetzt.
Auf unseren Infoständen, die wöchentlich auf der Schranne oder am Alten Markt fortgesetzt werden, haben wir schon über tausend Unterschriften für den Salzburger Schulappell zum Schutz vor Elektrosmog gesammelt und es werden immer mehr.
Die BürgerInnen haben volles Verständnis und Sympathie für unser Anliegen. Der Appell ist auch bei uns erhältlich.
Wir haben die Strahlung an unserer Schule mehrmals messen lassen und die Ergebnisse zeigte eine viel zu hohe Belastung. Wir haben auch der Fa. Mobilkom Austria, die die Sendeanlagen neben unserer Schule betreibt, auf deren Wunsch hin, gestattet in der Schule (Anfg. April 04) messen zu lassen und das Ergebnis war das gleiche.
Wir haben auch Gespräche mit der Fa. Mobilkom geführt und unsere Protestaktionen von Ende Februar, die Medien haben ausführlich berichtet, sogar gestoppt, um ein Verhandlungsergebnis zu erreichen. Aber wir werden nur hingehalten.
Der Gipfel des Gespräches war, dass die Fa. Mobilkom uns vorgeschlagen hat, die Sender doch auf unser Schuldach zu setzen, da wäre die Strahlenbelastung wesentlich weniger... Das ist blanker Zynismus!
Dabei hat die Vertreterin der Fa. Mobilkom selbst eingeräumt, dass es auch keinen Beweis für die Unschädlichkeit der Strahlung gibt.
Wir fordern deshalb eine Beweislastumkehr, die Verursacher müssen beweisen, dass ihre unzähligen über das ganze Land flächendeckend verteilten Sender unschädlich sind, und das können sie nach eigenen Aussagen nicht! Und darum wollen wir zu aller erst für unsere Kinder einen vorsorglichen Gesundheitsschutz, bis die Unschädlichkeit lückenlos bewiesen ist.
Schulen und Kindergärten müssen Strahlenschutzzonen werden. Diese Forderung richtet sich aber ganz klar auch an die politisch Verantwortlichen. Denn die Kinder sind die Zukunft von uns Allen!
Die Sender neben unserer Schule müssen weg! Unser Protest geht unvermindert weiter, bis dieses Ziel erreicht ist!
Ich erlaube mir anschließend noch aus der Botschaft, die der Medizinphysiker Dr. Lebrecht von Klitzing anlässlich der heutigen Demonstration an uns gerichtet hat, einige Auszüge zu zitieren.
