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25.05.2008 08:14 Alter: 4 yrs

Für ein ganz anderes Klima!

Kategorie: Klimaschutz, Aktiv werden
Autor: Klimacamp08

Klimacampen in Hamburg vom 14. bis 24. August 2008. It's too hot! - Das Klima wandelt sich

Die Atmosphäre heizt sich auf. Selbst die düstersten Prognosen des Weltklimarats der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2007 erscheinen inzwischen als zu optimistisch. Um mehr als acht Grad könnte die globale Durchschnittstemperatur bis Ende des Jahrhunderts ansteigen.

Dabei ist Klimawandel mehr als schmelzende Polkappen, ertrinkende Eisbären und Hurrikane mit bislang ungekannter Stärke. Klimawandel ist eine soziale Katastrophe. Die globalen Veränderungen der Ökosysteme spitzen die sozialen Gegensätze weltweit zu, denn die Auswirkungen der Erwärmung sind ungleich verteilt - zwischen Nord und Süd, zwischen Armen und Reichen innerhalb von Gesellschaften.

Die Erwärmung der Atmosphäre ist kein Betriebsunfall, sondern das Ergebnis einer Wirtschaftsform die auf Profit und Wachstum beruht. Und um diesen Prozess des Höher-Schneller-Weiter anzuheizen werden im globalisierten Kapitalismus enorme Mengen fossiler Ressourcen verbrannt: Für die Herstellung und den Vertrieb von Waren mit Hilfe eines weltumspannenden Logistiknetzes. Und auch wenn fast jeder inzwischen das Klima retten möchte, der Verbrauch fossiler Energien wie Öl, Gas und Kohle steigt weiter an. Zeit, dagegen etwas zu tun!

Klimawandel ist big business

Energie wird teurer. Mit hohem Tempo. Die Nachfrage steigt und die Ressourcen werden knapp. Die Internationale Energieagentur hat vor ein paar Wochen das erste Mal eingestanden, dass der Höhepunkt der Ölförderung bald überschritten sein wird. Am anderen Ende des Schornsteins steigt die C02-Konzentration in der Atmosphäre und damit die globale Durschnittstemperatur. Was tun? Regierungen und Konzerne setzen setzten weiterhin auf fossile Energien. Zwanzig Kohlekraftwerke sollen in Deutschland neu gebaut werden. Die Autoindustrie wird gegen jegliche "Zumutung" vom Umweltminister verteidigt und neue Flughäfen gebaut. Von einer Energiewende keine Spur. Stattdessen werden die immer größeren Energiekonzerne dabei gefördert fossile Ressourcen weltweit zu sichern - wenn nötig mit militärischem Flankenschutz.

Gleichzeitig aber ist Klimawandel auch big business. Das Wuppertal Institut für Umwelt, Klima und Energie schreibt: "Klima-Weltmacht EU. Sie dominiert die Entwicklung neuer Energietechnologien und strebt bei Emissionshandel und Schadstoffreduktion eine Vormachtstellung an." Mit Klimawandel lässt sich viel Geld verdienen - ökologisch ist das nicht unbedingt: die meisten Fluggesellschaften bieten "klimaneutrale Flüge" an; Atomkraftwerke werden als "ungeliebte Klimaschützer" dargestellt und Laufzeitverlängerungen ins Spiel gebracht. Regierung und Konzerne wollen vermitteln, sie hätten verstanden - und suchen die Lösung in der so genannten "ökologischen Marktwirtschaft". Mit dem Handel von Emmissionsrechten verdienen wenige Finanzmarktakteure - tatsächliche Einsparungen bisher Fehlanzeige.

Und vorgegaukelt wird, dass mit den entsprechenden technischen Ansätzen kann alles so weiterlaufen wie bisher: Dank unterirdischer CO2-Lager würden Kohlekraftwerke "sauber" werden können. Die Atomlobby feiert die angebliche CO2-Freiheit ihrer tickenden Zeitbomben. Verschwiegen werden die unkalkulierbaren Risiken.

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