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05.12.2008 14:54 Alter: 3 yrs

Gorillas und Menschen – eine Beziehung mit Zukunft? UN erklärt 2009 zum Jahr des Gorillas

Kategorie: Artenschutz
Autor: Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V.

B&RD war es immer wichtig, die ortsansässige Bevölkerung in die Schutzprojekte zu integrieren. Dr. Angela Meder: „Die Menschen werden unsere Arbeit nur unterstützen, wenn wir auf ihre Bedürfnisse Rücksicht nehmen und ihr Leben verbessern.“

Für die Gorillas ist die Lage kritisch. Sie selbst können sich nicht helfen. Mal sehen, was ihre nahen Verwandten bewegen! Das Jahr des Gorillas könnte endlich die für ein dauerhaft friedliches Miteinander benötigten Impulse bringen.

Das Leben unserer haarigen Vettern in Afrikas Wäldern

Gorillas sind uns Menschen nah verwandt: sie teilen 98% der Gene mit uns. Sie gelten als ausgesprochen intelligent. Gorillagruppen haben meist fünf bis 20 Mitglieder. Sie bewegen sich überwiegend auf der Erde, klettern aber auch auf Bäume, wenn es dort etwas Leckeres zu Futtern gibt oder sie ihr Schlafnest dort einrichten wollen. In der Gruppe herrscht eine klare Rangordnung, angeführt von einem Silberrückenmann. Seine bevorzugte Stellung erreicht er zuerst durch seine Lebenserfahrung und im Kampf gegen Rivalen. Er kennt das Streifgebiet und führt seine Gruppe zu jeder Jahreszeit an die richtigen Futterplätze. Geschickte Gorillamänner entfernen Wildererschlingen von den Händen oder Füßen ihrer Gruppenmitglieder. Frauen verlassen beim Erwachsenwerden üblicherweise ihre Geburtsgruppe. Lässt eine Gorillafrau dabei ein Junges zurück, so nimmt sich der Silberrücken der Waise an und umsorgt sie, bis sie groß genug ist, sich innerhalb der Familie selbst zu behaupten. Gorillas werden erst mit 10 Jahren geschlechtsreif. Die Tragzeit beträgt 234–289 Tage und zählt mit der des Menschen zu den längsten aller Primaten. Das Geburtsintervall liegt bei 3,5–4,5 Jahren. Durch die langsame Vermehrung brauchen Gorillabestände, die etwa durch Wilderei dezimiert wurden, sehr lange, um sich zu erholen.

Über Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V.

Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V. wurde 1984 gegründet und widmet sich dem Schutz bedrohter Gorillapopulationen und ihrer Lebensräume durch gezielte Projektförderung, Forschung und Information. Unser Augenmerk gilt dem Überleben der Östlichen Gorillas (Gorilla beringei) in Ruanda, Uganda und im Kongo. Wir liefern Ausrüstungsgegenstände an die örtlichen Wildhüter und helfen bei der Markierung von Nationalpark­grenzen. Um den Lebensraum der Gorillas zu erhalten oder zu erweitern, fördern wir z. B. die Aufforstung mit heimischen Baumarten. Wir stellen Geldmittel zur Verfügung, um die einheimische Bevölkerung über die Folgen der Abholzung und die Bedeutung der Schutzgebiete zu informieren. Gemeinsam mit internationalen Organisationen investieren wir in Forschungsprojekte vor allem einheimischer Wissenschaftler. In Deutschland berichten wir in Vorträgen, auf Ausstellungen und unter www.berggorilla.org über den Gorillaschutz und die Situation in den Ländern. Unsere Mitgliederzeitschrift „Gorilla-Journal“ erscheint zweimal jährlich in Deutsch, Englisch und Französisch. Die Arbeit des Vereins finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Berggorilla & Regenwald Direkthilfe ist als gemeinnützige Organisation durch das Finanzamt Mülheim/Ruhr anerkannt.

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