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Imker und Umweltverbände fordern Verbot von Pestiziden
Kategorie: Ökologische LandwirtschaftAutor: fridolin brandt
Die Pestizide Fipronil und Imidacloprid, verursachen nach einer Verlautbarung der franz. landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft nicht nur erhebliche Schädigungen in der Natur, sondern auch bei den Menschen.
Imker- und Umweltverbände haben ein einstweiliges Verbot des Pestizids Gaucho sowie weiterer Mittel mit dem Wirkstoff Imidacloprid in Deutschland gefordert. Der Wirkstoff stehe in dringendem Verdacht, verantwortlich für das Bienensterben in weiten Teilen Europas zu sein. Der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund, der europ. Erwerbsimkerbund, der Naturschutzbund NABU und die Coordination gegen BAYER-Gefahren haben Bundesverbraucherministerin Künast dazu aufgerufen, dem Pestizid bis zur Klärung aller aktuellen Erkenntnisse die Zulassung zu entziehen.
"Künast muss dem Beispiel der französischen Regierung folgen und alle Pestizide, die eine Gefahr für Bienen darstellen, vom Markt nehmen".
Das von der französischen Regierung beauftragte "Comité Scientifique et Technique" und andere namhafte deutsche und internationale Institute hatte kürzlich festgestellt, dass die Saatgutbehandlung mit Gaucho ein signifikantes Risiko für Bienen darstelle.
Im Sinne eines vorsorgenden Umwelt- und Verbraucherschutzes muss die Zulassung des Mittels nun auch in Deutschland neu geprüft werden und wie in Frankreich bereits geschehen vom Markt genommen werden.
Insbesondere müssen die Zulassungsverfahren in der Zukunft am ganzen Bienenvolk ausgerichtet werden und nicht nur wie bisher nach der LD 50 Norm, welche 1946 eingeführt wurde, an 100 Einzelbienen. Unbestritten ist , das die Entwicklung der Agrarchemie seit 1946 vollkommen neue Agrarchemieprodukte hervorgebracht hat. Diese wirken heute neurotoxisch und ist eine relativ neue Entwicklung. Diese nach der alten LD 50 Methode zu unbraubaren und verfälschten Ergebnissen.
Die Agrogifthersteller bestreiten das es neuer Zulassungsverfahren bedarf, wissen sie doch, falls die Zulassungsverfahren am Bienenvolk durchgeführt werden, kein Agrargift mehr eine Zulassung hätte oder nicht mehr bekommen würde. Alleine der Aspekt, daß 2 Parteigutachten zur Zulassung ausreichen ist ein Skandal !
Imidacloprid wird vom Leverkusener Bayer-Konzern hergestellt. In Deutschland wird der Wirkstoff unter den Markennamen Gaucho und Chinook vor allem im Raps-, Zuckerrüben- und Maisanbau eingesetzt. In den vergangenen Jahren starb hierzulande wie in Frankreich fast die Hälfte aller Bienenvölker. Auch die Bestände an Wildbienen und weiteren Insektenarten hätten in den letzten Jahren zum Teil erhebliche Bestandseinbußen erlitten.
Vor kurzem hat die franz. landwirtschaftl. Berufsgenossenschaft verlautbart, daß der Umgang mit dem Wirkstoff Fipronil ( BASF ) und Imidachloprid ( Bayer AG ) zu Berufserkrankungen führt. Ewähnt wurden u. a. Hirntumore, Leukämie, Prostakrebs .
Der Wirkstoff Fipronil wird in Deutschland u. a. in der Tiermedizin eingesetzt. Der Wirkstoff Imidachloprid ist erhältlich in 70 verschiedenen Präparaten für ebensoviele Anwendungsbereiche und wird überwiegend als Insektizid, Saatgutbeizmittel und Granulat zur Fliegenbekämpfung in Viehställen eingesetzt
Imkerei Fridolin Brandt
www.imkereibrandt.de
www.bienensterben.info
Web-Site
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Ich denke, dass der Grund für das Bienen(volk)sterben die gentechnisch veränderten Pflanzen sind. Mich wundert nur, dass die Imker so unwissend sind und darauf noch nicht gekommen sind. Die Bio-Landwirte setzen seit Jahrzehnten Bacillus Thuringensis Sporen gegen Schadinsekten ein. Dieses B.t. befällt die Insektenlarven und verhindert die Häutung der Larven. Die Larven silikonisieren und sterben ab. Eine sehr umweltverträgliche und giftfreie Lösung.
Seit ca. 10 Jahren ist es den Gentechnikern gelungen das Gen des Bacillus thuringensis in Pflanzen zu übertragen. Der Erfolg ist für den Landwirt fantastisch. Der B.t. Genmais und B.t. Genpflanzen tragen dieses Gen. Legt nun ein Insekt seine Eier an diese Pflanze oder kriecht eine Insektenlarve an die Genpflanze nehmen sie beim Fressen dieses B.t.-Gen auf und können sich nicht mehr häuten und sterben. Für den Landwirt ist dies Spitze, denn wenn er Gen Bt-Pflanzen anbaut, braucht er sich um Insekten und deren Schäden keine Sorgen mehr zu machen.
Das Problem sind aber die "guten Insekten" die die Blüten besuchen und für Bestäubung sorgen. Sie nehmen beim Blütenbesuch Pollen und Nektar dieser Gen-B.t.-Pflanzen auf und füttern damit ihre Brut. Die Brut reagiert natürlich ebenso wie die Larven der Schadinsekten. Sie kann sich nicht mehr häuten und verendet. Ein teuflisches Spiel. Die Kulturpflanzen, der Anbauer dieser Pflanzen und der Saatgutzüchter profitieren von den Genpflanzen und die gesamte freilebende Insektenwelt und die Bienen sterben und die Imker und Obstbauern und Nichtgenpflanzenanbauer haben riesige Verluste bzw. sind zum Aussterben verurteilt. Es ist noch nicht möglich die Nicht-schadinsekten von den Genpflanzen fernzuhalten. In unserer ausgeräumten Kulturlandschaft sind gerade die Bienen im Juli/August auf den Pollen des Mais und der Sojabohnen angewiesen, da sonst wenig Pollen angeboten werden. Auch bei nur geringen Pollenmengen wirkt das B.t.-Gen schon auf die Larven.
Ich finde es ist ein Skandal, dass die biologische Bundesanstalt, die für die Umwelt offiziell verantwortlich ist, die verantwortlichen Politiker und die Presse nicht darauf aufmerksam gemacht hat und für ein sofortiges Anbauverbot der B.t.-Genpflanzen ist. Der Deutsche Imkerbund sollte sofort Druck auf die Politik und die Pflanzenzüchter machen, damit ein Genpflanzenanbau im Frühjahr 2008 noch verhindert wird. Wir Imker müssen uns wehren oder wir verlieren unsere Bienen.

