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15.03.2004 21:14 Alter: 6 yrs

Ist die Medizin blind für pathogene Umweltfaktoren?

Kategorie: Hintergrundinfos
Autor: Bürgerinitiative Omega Klaus Rudolph

Das Jahr 1986 (Quelle: Chronik 1986)

  • Reaktorunglück Tschernobyl (April: radioaktive Wolken bringen Tschernobyl vor die Haustür; Süddeutschland besonders betroffen; München 150 Bequerel; erst am 2. Mai warnt die Bundesregierung vor Frischmilch und Blattgemüse): 50 Mill. Curie kondensierbare Spaltprodukte gelangen in die Umwelt.
  • Kohl beruft Wallmann am 6.6. als ersten Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
  • Gefahrenstoffverordnung 1.10.: In der Raumluft zahlreicher Kindergärten wird Dioxin festgestellt. Asbest wird in Spielzeug untersagt. Wohngift Vorbeugung: Formaldehyd.
  • Rheinverschmutzung (Rhein-"Unfälle": 31.10.: Ciba-Geigy, Basel; 11.11.: Sandoz AG, Basel; 21.11.: BASF, Ludwigshafen; 26.11.: Bayer, Leverkusen).

Es ist natürlich auch möglich, dass das Phänomen Tinnitus schon einige Jahre oder sogar Jahrzehnte unter den Lebensbedingungen einer Industriegesellschaft schwelte und erst in den 80er Jahren die entsprechende Aufmerksamkeit fand. Doch auch dies wäre natürlich kritisch zu untersuchen und zu reflektieren.

Die wichtigsten Faktoren aus Umweltverschmutzung und Technologiebelastung in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts sind:

  • Der Ausstoß von Schadstoffen und Giften (Abgabe an Wasser, Boden, Luft und Atmosphäre; Lebensmittel, Futtermittel, Alltagsobjekte, Industrieprodukte, Geräte, Farben, Lacke usw.)
  • Radioaktive Belastungen
  • Ozonloch und Bestrahlung
  • Belastung durch Elektrosmog (Abstrahlung durch Sender und Geräte)
  • Lärmbelastung (Verkehr, Technische Akustische Geräte [z.B. Rundfunk, Verstärker], Disco- Musik, Tiefflug)
  • Belastung durch erhöhte Anpassungsleistungen ("Stress")

Auch die Allergien sollen sehr zugenommen haben. Bereits 1987 werden 20 Millionen AllergikerInnen in Deutschland geschätzt - 1/3 der Bevölkerung. Man führt die Störung des Immunsystems auf die wachsende Belastung der Luft, Wasser, Lebensmittel und der Haushalte durch Umweltgifte zurück. (Quelle: Chronik 1987, April, S. 70). Die Probleme der Umwelt erfahren in den 80er Jahren durch zahlreiche Umwelt- Katastrophen (Ozonloch, Waldsterben, Industrieunfälle, Wasserverschmutzung) eine erhöhte Aufmerksamkeit. Die Bedeutung des zunehmenden kritischen Umweltbewusstseins kommt am klarsten durch die Umweltschutzbewegungen zum Ausdruck (z.B. Greenpeace, ökologische Parteien, Robin Wood). Omega siehe weiter unter: Sgipt Es gibt auch eine andere Medizin, die der Umweltschutzbewegung nahe steht, die häufig aus dem Bereich der Umweltmedizin kommt und wie z.B. IGUMED durch den Freiburger Appell einen hervorragenden Beitrag im Kampf gegen die Umweltbelastungen leistet. Quelle Beiträge über Mobilfunk finden Sie auch noch unter: Bürgerwelle Mobilfunkkritiker Englisch/Deutsch Englisch/Spanisch

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