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16.01.2003 18:38 Alter: 9 yrs

Je ferner, desto besser

Kategorie: Mobilfunk
Autor: Bürgerinitiative Omega Klaus Rudolph

Professor Günter Käs bezeichnet Mobilfunkantennen in Siedlungen als "Albtraum".

Speichersdorf. (ebs) Professor Günter Käs vom Ingenieurbüro für Radarmessung informierte die Zuhörer in der Gemeinderatssitzung über die biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder: Er unterscheidet zwischen von außen bedingten Faktoren, wie Strahlungsintensität, Frequenz, Dauer der Strahlung und Modulation (Signalform), und von innen bestimmten Einflüssen, wie Konstitution und Alter eines Menschen, Vorbelastung und synergetische Effekte.

Von Bedeutung ist auch die Latenzzeit, also die Zeit, die zwischen dem ersten Kontakt mit der Strahlung und dem Ausbruch einer möglichen Krankheit liegt. Dies seien verschiedene einzelne Effekte, die sich in ihrer gemeinsamen Wirkung nicht addieren sondern multiplizieren. Gepulste Signale, wie sie im Mobilfunk verwendet werden, sind laut Professor Käs deutlich aggressiver als Rundfunkwellen.

Deshalb sind derartige Signale auch nur in einer zehnfach geringeren Intensität zulässig. Die Latenzzeit von Krebs betrage zwischen 15 und 30 Jahren. Daher sind Käs zufolge derzeit noch keine Aussagen über eine potenzielle Krebsgefährdung des Menschen durch Mobilfunkanlagen möglich. Käs nannte die in unterschiedlichen Ländern geltenden Grenzwerte. "Unsere sind nicht der letzte Schrei", meinte er. In Deutschland liege der Grenzwert bei zehn Watt pro Quadratmeter, während in der Schweiz beispielsweise ein Vorsorgewert - der allerdings nur Empfehlungscharakter hat - von 0,1 Watt/ Quadratmeter gelte. Das Land Salzburg empfehle sogar noch weit niedrigere Werte.

Käs plädierte für "Höhe und Abstand" bei der Errichtung einer Antenne. Dies sind in seinen Augen so genannte umweltverträgliche Standorte. Denn Antennen strahlen nicht nach oben oder unten, sondern seitlich, da eine möglichst hohe Reichweite erreicht werden soll. Als "Albtraum" bezeichnet Käs das Szenario einer niedrigen Antenne direkt auf einem Wohnhaus in einem Wohngebiet.

Quelle: Der Neue Tag Lokales 15.1.2003

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