Startseite->Artikel->Klimaschutz als Umweltproblem: Treibhaus-Hysterie und die Gefahren einer neuen McCarthy-Ära
Klimaschutz als Umweltproblem: Treibhaus-Hysterie und die Gefahren einer neuen McCarthy-Ära
Kategorie: KlimaschutzAutor: gunnar sohn
„Es gibt zur vorherrschenden Klimapolitik immer Alternativen. Anmaßende Politphrasen bringen keine Innovationen, sondern wirtschaftliche und gesellschaftliche Verhältnisse, die Tüftlern, Spinnern und Ketzern Freiräume gewähren und jene belohnen, deren Erfindungen bekannte Probleme menschenwürdiger, effizienter und kostengünstiger lösen als herkömmliche Techniken und Systeme“, schreibt Gärtner und verweist auf das Prognosedesaster der selbsternannten Umweltexperten im Club of Rome. Top-Manager, Bürokraten und Wissenschaftler aus 25 Ländern unter Führung des Fiat- und Olivetti-Vorstandes Aurelio Peccei waren Ende der 1960er Jahre ähnlich ambitioniert gestartet wie die UN-Klimabehörde IPCC. Unter Leitung von Dennis L. Meadows vom Massachusetts Institut of Technology (MIT) bastelten Betriebswirtschaftler und Systemanalytiker an einem kybernetischen „Weltmodell“ und schockierten die Weltöffentlichkeit mit Untergangsszenarien, die sich am Ende als heiße Luft herausstellten.
„Die westlichen Volkswirtschaften mussten allerdings einen hohen politischen und wirtschaftlichen Preis für den ökologischen Alarmismus zahlen und sich mit dümmlichen Ideologen wie den früheren EWG-Wirtschaftskommissar Sicco Mansholt herumschlagen, der den Meadows-Bericht ‚Grenzen des Wachstums’ aufgriff und für Europa eine strenge Planwirtschaft forderte, die jedermann das Existenzminimum sichern würde sowie den Aufbau eines umweltschonenden Produktionssystems mit systematischer Wiederverwertung. Dieses Ziel wollte Mansholt mit einer merklichen Senkung des Wohlstands und einer Beschränkung der freien Verfügung über Güter erreichen. Über einen Fünfjahresplan sollte ein sauberes Produktionssystem auf der Grundlage eines geschlossenen Wirtschaftskreislaufs geschaffen werden über die Einführung eines Systems von Produktionsbescheinigungen, das Mansholt auf europäischer Ebene kontrollieren wollte. Ähnlich klingt die Planungshybris des heutigen EU-Umweltkommissars Stavros Dimas, der den Aufbau einer ‚Kriegswirtschaft’ fordert zur Bekämpfung des Treibhauseffektes“, moniert Gärtner.
Selbst Klimaforscher bemängeln mittlerweile den brachialen Stil, mit dem eine wissenschaftliche These kanonisiert und durchgepeitscht werden soll. „Wissenschaftler verfallen in einen Eifer, der geradezu an die Ära McCarthy erinnert“, kritisiert Hans von Storch vom GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht. Das führe nach Meinung des Münchner Publizisten Michael Miersch zu einer Verdrängung aktueller Krisen. „Wenn alle Mittel in die Klimarettung gepumpt werden, geraten Überfischung, Tropenwaldzerstörung, Luft- und Wasserverschmutzung in Entwicklungsländern aus dem Fokus. Schlimmer noch: Schon heute wird Regenwald gerodet, um Ölpalm- und Zuckerrohrplantagen für Bio-Treibstoffe anzupflanzen. Die ‚Klima-über-alles’-Stimmung könnte sich zu einem massiven Umweltproblem auswachsen“, befürchtet Miersch.
Die Printausgabe des Wirtschaftsmagazins NeueNachricht erscheint vierteljährlich. Das Einzelheft kostet 8,20 Euro. Bestellungen per Fax unter: 0228 – 620 44 75, E-Mail: baerbel.goddon@sohn.deoder über die Website http://www.ne-na.de.
"Untergangsszenarien, die sich am Ende als heiße Luft herausstellten"??? Interessanterweise ist ja "Die Grenzen des Wachstums" eines von diesen Büchern, die jedermann gerne zitiert, ohne sie jemals gelesen zu haben. Die dort beschriebenen Fallstudien mit negativem Ausgang (falls das mit "Untergangsszenario" gemeint sein sollte) zeigen sämtlich ein Umkippen der Wachstumskurven um das Jahr 2030 herum. Inwieweit das heiße Luft ist, werden die Herren Horx, Sohn und Gärtner also allenfalls im Altersheim erleben. Wenn man in Deutschland etwas gelten will, und dafür ist der Herr Horx ja das beste Beispiel, muss man sich übrigens nur auf die Bühne stellen und den großen Schaumschläger heraushängen lassen.
