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10.10.2002 22:13 Alter: 9 yrs

Müllberge durch Handyschrott

Kategorie: Hintergrundinfos
Autor: Bürgerinitiative Omega Klaus Rudolph

Hunderte Millionen von Handys sind bisher weltweit über den Ladentisch gegangen - aufgrund der kurzen Lebensdauer der Geräte ein echtes Müllproblem. Gute Recyclingkonzepte fehlen noch.

Netzeitung Vermischtes 9.10.2002

Der Drahtlos-Boom hat seine Schattenseiten. Laut einer vom US-Umweltministerium finanzierten Studie, werden bis zum Jahr 2005 jährlich 130 Millionen Handys in den Abfall wandern. Bei fast 128 Millionen Mobilfunkkunden allein in Amerika ist das auch kein Wunder; tauschen diese ihr altes Gerät doch nach durchschnittlich 18 Monaten Benutzung gegen ein neues Modell aus.

Das Geschäft mit den Handys lebt von diesem "Turnover": Konzerne wie Nokia, Motorola oder Sony Ericsson bauen darauf, dass die Kunden immer neue Funktionen in ihren Geräten wollen, egal ob das nun Farbdisplays, Mehrklang oder eingebaute Kameras sind. Ein großer Upgrade-Schub wird auch bei UMTS erwartet.

65.000 Tonnen Mobilfunkschrott

Laut der Umweltuntersuchungsorganisation Inform, die die Studie namens "Müll in der drahtlosen Welt" bereits im Mai 2002 veröffentlichte, sorgen die weggeworfenen Handys ab 2005 in den USA für insgesamt 65.000 Tonnen mehr Müll, der entsorgt werden will. Bis dahin dürfte der Mobilfunkschrott graduell Jahr für Jahr weiter ansteigen - bis er einen Müllberg von 500 Millionen Geräten ergibt.

"Weil die Komponenten so klein sind, erscheint es so, als seien ihre Umweltauswirkungen gering", so die Autorin der Studie, Bette Fishbein, zur New York Times. "Aber der Wachstum in der Benutzung war so stark, dass es ernsthafte Probleme auch für die öffentliche Gesundheit geben könnte", erklärt Fishbein weiter. Inform forderte, bereits heute adäquat zu handeln.
Giftstoffe gelangen in die Umwelt

Die Geräte enthalten toxisches Material, insbesondere in den Platinen und Chips, die in ihnen zu Einsatz kommen. Während in der EU bereits Pläne vorhanden oder in die Tat umgesetzt sind, bestimmte Stoffe zu verbieten oder deren Recycling zur Pflicht zu machen, fehle es an entsprechenden Regelungen in den USA. Weltweit werden derzeit mehr als eine Milliarde Mobiltelefone benutzt. Inform schlug vor, ein Rücknamesystem zu installieren, bei dem die Kunden für ihr altes Gerät bei Abgabe einen Rabatt auf ein neues erhalten könnten.

Die Wiederverwendung noch arbeitender Gerät durch Behörden und Nicht-Regierungsorganisationen, die vorher von Altnutzern eingesammelt wurden, gilt ebenfalls als vernünftiger Vorschlag. Projekte jener Art will das US-Umweltministerium laut "New York Times" künftig unterstützen.


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Montag, 03-11-08 22:19, Kommentar von Gerhard Ganzer , Web-Site :

Sehr geehrte Damen und Herren,

es gibt jetzt auch eine sinnvolle Alternative im Handyrecycling!!
Mehr unter http://www.paradise-west.com

Herzliche Grüße

Gerhardt Ganzer

 
 

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