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09.02.2009 14:19 Alter: 3 yrs

Müllvermeidung - das vergessene Thema beim Umweltschutz!

Kategorie: Ökologische Produkte
Autor: Günter Röhrer

... selbst die "beste" Recyclingmaßnahme kann immer erst an zweiter Stelle stehen, nämlich nach dem "Vermeidungsprinzip"! Denn jede t Abfall/Müll die vermieden wird, muss nicht aufwändig und kostspielig recycelt werden!

... dass Müllvermeidung viiiiiiiiiel zu wenig Beachtung findet, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass all' unsere Rohstoffe begrenzt sind, weltweit! Wie soll der kritisch denkende Bürger es dann verstehen, wenn Industrie und Wirtschaft trotzdem auf (blindes) Wachstum in allen Bereichen setzt, als ob alles unendlich vorrätig wäre!

Doch so richtig drastisch wird das Problem erst, wenn man weiterhin die Tatsache berücksichtigt, dass unzählige Produkte zum -wissentlichen- Einmalge- oder verbrauch hergestellt werden!

Spätestens jetzt dürfte jedem klar werden, dass wir uns verabschieden müssen von unserer liebgewordenen "Wachstumsphilosophie" mit ständigem Streben nach immer Mehr, mehr Wachstum, mehr Gewinn, mehr Fortschritt, mehr, mehr, mehr ! Die Negativfolgen, die da lauten, mehr Rohstoffverschwendung, mehr Boden-, Wasser-, Luftverschmutzung, mehr Flächenverbrauch (bekanntlich wird nur in -D- täglich eine Fläche von ca. 200 Sportplätzen verbraucht für Straßen, Häuser, Gewerbegebiete,...), mehr, mehr, mehr, werden dabei völlig ignoriert!

Allein diese Fakten zeigen, dass wir Umdenken müssen! Umdenkenvon unserer kurzfristigen Vorgehensweise mit kurzsichtigen Maßnahmen und hin zu viel mehr Langfristigkeit und Nachhaltigkeit!

Dass hierbei alle Bereiche auf den Prüfstand gestellt werden müssen ist ebenso zwangsläufig wie längst überfällig!

Wenn wir uns "nur" den Lebensmittelbereich einmal ansehen, so drängt sich doch die Frage auf: " Weshalb soll es im Lebensmittelbereich nicht möglich sein, die vielen versch. Produkte so zu "verpacken", wie es sich im Getränkesektor bereits seit zig Jahren bewährt hat!?  (Gemeint sind "genormte Kästen" also Transportverpackung!) Dass diese natürlich "zurückfließen" müssen ist ebenso logisch wie längst überfällig!

Dass durch solch ein Konzept, welches zwangsläufig enorme Mengen an Rohstoffen einsparen würde, völlig neuartige Arbeitsplätze notwendig machen würde, durch Pfandkonzepte den Kreislauf auch funktionieren lassen würde, auch umweltpolitische Veränderungen nach sich ziehen würde, ist für jedermann erkennbar! Was heute noch wie eine Vision klingt, wird in wenigen Jahr(zehnt)en den ganz normalen Alltag prägen!

Die Zukunft besteht aus Visionen oder "ohne Visionen keine Zukunft !  "

"Gerne erwarte ich Kritik zu diesen Überlegungen, andernfalls muss ich wohl von Zustimmung ausgehen, oder?"


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Samstag, 14-08-10 20:29, Kommentar von Andi Bernhard , E-Mail: info(at)photovoltaikrechner.org , Web-Site :

Da ich ehrenamtlich im Umweltschutz tätig bin, ist für mich das Thema Müllvermeidung natürlich immer aktuell.
Persönlich begegnet dies uns z. B. oft beim Einkaufen, wenn die eigentliche Verpackung durch eine zusätzliche Umverpackung "geschützt" wird. Sicher, mittlerweile kann man die Verpackungen auch gleich im Supermarkt abgeben, aber, wie Sie bereits richtig vermerkt haben, sollte es doch besser gar nicht so weit kommen.

Hier wäre unbedingt ein Umdenken bei vielen Herstellern notwendig, zumal dies bestimmt von vielen Verbrauchern wohlwollend gesehen werden würde.

 
Montag, 30-08-10 19:04, Kommentar von Michael Hilß , E-Mail: info(at)brennstoffzellen-heiztechnik.de , Web-Site :

Ich denke wir haben uns zwar Alles in Allem deutlich verbessert aber ich muss meinem Vorredner Recht geben. Hier sind sowohl die Hersteller als auch die Verbraucher gefordert einfach mehr zu tun. Ich persönlich halte es für einen großen Fehler, dass auf unseren Müll Gebühren aufgeschlagen werden. Das fördert die Gesamtsituation keines Wegs. Ganz im Gegenteil, seither liegt überall am Straßenrand der Schmutz säckeweise. Das kann es nicht sein!

 
Mittwoch, 29-12-10 12:28, Kommentar von Manfred Fehr , E-Mail: prosec22(at)yahoo.com , Web-Site :

Alles gut und schön. Um vom Reden zum Handeln überzugehen, brauchte es ein Beispiel das dann imitiert werden könnte. Wäre es nicht möglich, eine Fabrik oder einen Grosshändler dazu zu bringen, die genormten Kisten einzuführen und an Hand deren Gebrauchs dann die ökologische Verbesserung auszurechnen?

 
Donnerstag, 30-12-10 19:50, Kommentar von Meister , Web-Site :

Ich denke das entscheidende ist nicht die Müllvermeidung sondern vielmehr die konsequente Nutzung des Mülls, sodass die Rohstoffe wieder recycelt werden können.

 
Dienstag, 04-01-11 16:47, Kommentar von Röhrer :

Anmerkung zum Kommentar v. 30.12.10 !

... "konsequente Nutzung" des Mülls, ...?
Bedenken wir, dass es eine Fülle von Produkten gibt, die zum -wissentlichen- Einmalge-/oder verbrauch hergestellt werden und somit die dafür benötigten Rohstoffe für alle Zeit aus dem Wirtschaftskreislauf verschwinden, dann wird der dringende Handlungsbedarf nach viel mehr Langfristigkeit (der Produktnutzung) und Nachhaltigkeit schon sehr deutlich !

 
 

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