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30.12.2002 20:47 Alter: 9 yrs

Neue Broschüre: Mobilfunk-Strahlung

Kategorie: Mobilfunk
Autor: Bürgerinitiative Omega Klaus Rudolph

Im Juni 2000 fand in Salzburg eine internationale Konferenz zu Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung statt. Ein Dogma aus den 50er Jahren stand zur Diskussion: Haben die Mobilfunkstrahlen im Körper außer der Erwärmung (Prinzip Mikrowellenherd) noch eine andere Wirkung?

Seit Jahren häufen sich Studienergebnisse mit ernstzunehmenden Hinweisen auf erhöhte Risiken für Krebserkrankungen, Schwächung des Immunsystems und Beeinflussung des Hormon- und Nervensystems.

In dem komplexen Gebäude der Strahlenschutzvorschriften knistert und knarrt es. Mit massiven Mitteln soll der Einzug der „nicht thermischen Wirkungen“ verhindert werden, möchte man die Senkung einer ganzen Reihe von Grenzwerten vermeiden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die deutsche Strahlenschutzkommission die Hürde für die Berücksichtigung neuer Ergebnisse sehr hoch hängt: Das „wissenschaftliche Gesamtbild muss das Vorliegen eines kausalen Zusammenhangs stützen“. Diesen Fehler haben wir in den 70er Jahren schon einmal gemacht: Formaldehyd, Holzschutzmittel, PCB und Asbest mussten nach dem hemmungslosen Einbau unter hohem Kosteneinsatz wieder aus den Gebäuden entfernt werden.

Nach Salzburg jedenfalls fuhren unsere offiziellen Strahlenschützer nicht. So mussten sie sich auch nicht mit den Forschern auseinander setzen, die auf der Tagung die „Salzburger Resolution“ unterzeichneten, einen Vorsorgewert für Mobilfunkstrahlung, der nach Meinung der Wissenschaftler nach derzeitigem Wissensstand keinen besorgniserregenden Effekt mehr hervorruft.

Wir sind der Meinung, dass ernstzunehmende Studien nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden dürfen. Die Ergebnisse müssen im Sinne der Vorsorge in Taten umgesetzt werden. Jede Sendeanlage, die bei den Nachbarn eine unnötig hohe Belastung verursacht, ist fehl am Platze. Mobilfunkmasten werden nach wie vor oft in Nacht- und Nebel-Aktionen errichtet. Wenn sie stehen, ist es zum Handeln meist zu spät.

Wir haben die Broschüre „Mobilfunk-Strahlung - wie schädlich ist Elektrosmog?“ erstellt, die Sie auf unserer Homepage als pdf-Dokument downloaden können. Wir möchten, dass Sie informiert sind und aktiv werden können, lange genug, bevor in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ein Mobilfunkmast aufgebaut wird. Nur so kann die unerfreuliche Entwicklung derzeit korrigiert werden.

Weitere Informationen: www.umweltinstitut.org/frames/all/m151.htm

Hans Ulrich-Raithel

Umweltinstitut München e.V.
Schwere-Reiter-Str. 35 / 1 b
D-80797 München
www.umweltinstitut.org


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