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03.08.2005 14:10 Alter: 7 yrs

Neuer Umweltverband gegründet

Kategorie: Aktiv werden
Autor: fridolin brandt

„Pflanzen­schutzmittel und Gentechnik in der Landwirtschaft, in Gartenbau und Forst sind nicht nur überflüssig, sie sind auch eine unterschätzte und oft verharmloste Gefahr für Umwelt, Mensch und Tier.“

Das ist eine der Kernaussagen eines neu in München gegründeten, aber weltweit agierenden Umweltverbandes. Der „Umweltbund e. V.’ - Initiative der Imker, Landwirte und Verbraucher“ versteht sich als ein grenzüberschreitender Umweltverband und als eine Verbraucherschutzorganisation mit Gründungsmitgliedern aus den verschiedensten Lebensbereichen wie Landwirtschaft, Forschung und Imkerei.

Der Umweltbund will auch eine Alternative und Gegengewicht sein zu den bekannten Vertretungsorganisationen der Bauern und Imker wie des Bauernverbandes, die seit Jahren in Wirklichkeit nicht die Interessen ihrer Mitglieder vertreten, sondern die Interessen der Agro- und Chemieindustrie. „Erfolge gegen Konzern-Giganten wie Agrochemiefirmen sind schwer zu erzielen. Doch wenn die Menschen, die Verbraucher, Bauern und Imker an einem Strang ziehen, können wir wirksam gegensteuern“, sagt Dr. Friedhelm Berger, der Präsident der neu gegründeten Organisation. Für den Forscher und Imker ist es beispielsweise seit Jahren ein Ärgernis, dass selbst staatliche Stellen gefährliche Pflanzenschutzmittel erlauben und einsetzen, die Bienenvölker schädigen, obwohl wissenschaftliche Studien zeigen, dass diese Pestizide gar nicht nötig seien.

Berger: „Lasst uns unnütze alte Zöpfe abschneiden, fangen wir beim Pflanzenschutz zum Wohle der Steuerzahler, Landwirtschaft, Imkerei und Umwelt an.“ Gerade die aufmerksamen Imker spürten die negativen Folgen der seit Jahrzehnten falsch betriebenen, Industrie orientierten Landwirtschaft, von der nur die wenigsten profitieren. Parallel mit dem dadurch ausgelösten so genannten Bauernsterben, das gerade in Deutschland Millionen von Jobs und Existenzen gekostet hat, sterben ebenso die Bienenvölker. „Die Herbizide machen unsere landwirtschaftlichen Flächen zu Agrarsteppen, in denen die Bienen regelrecht verhungern“, so der Präsident des Umweltbundes. Nicht anders sehe es in unseren Wäldern aus, wo aufgrund von zu viel Rehwild kaum noch blühende Pflanzen für die Bienen zu finden seien.

Weitere Informationen:

Umweltbund - Initiative der Imker Landwirte und Verbraucher e.V.
Wittelsbacherstr. 40
82110 Germering
E-Mail: info@umweltbund.de
Internet: umweltbund.de

Dr. Friedhelm Berger
Präsident Umweltbund

Pfeilerweg 71 Lindenhof
D-76228 Karlsruhe-Grünwettersbach
Telefon: 0721 9454381


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Donnerstag, 04-08-05 14:14, Kommentar von Fridolin Brandt :

P r ä a m b e l des U m w e l t b u n d e s Initiative für Imker, Landwirte und Verbraucher e. V.

Im Bewusstsein

dass eine gesunde Umwelt lebenswichtig ist für die Erzeugung einiger unserer ältesten Nahrungs- und Genussmittel, wie des Honigs, des Mets und des Blütenpollens,
dass eine gentechnikfreie Landwirtschaft vonnöten ist für qualitativ einwandfreie Nahrungs- und Genussmittel,
dass eine übermäßige und falsche Verwendung gefährlicher Pflanzenschutzmittel mit ursächlich ist für das (Aus-)Sterben zahlreicher Tier- und Pflanzenarten,darunter insbesondere Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Wespen und andere Blüten besuchende Insekten,
dass eine ausufernde Bürokratie und staatliche Regelungswut, durch Zwangsmaßnahmen und falsche Gesetzgebung, mit verantwortlich ist für den Verlust an Attraktivität einer althergebrachten beruflichen Tätigkeit, der Imkerei und der gesamten Landwirtschaft, und durch Überbelastung den Verlust von jährlich Tausenden von landwirtschaftlichen Betrieben und somit familiären Existenzen verursacht hat und weiterhin ständig verursacht,

dass die Politik und deren Träger viel zu gleichgültig gegenüber den Belangen der Imker, landwirtschaftlichen Unternehmer, Honigkonsumenten, Lebensmittelkonsumenten und Naturschützer auftreten,

dass bei Beibehaltung und weiterer Akzeptanz dieser schweren Mängel unsere Kinder und Enkel bald keinen sauberen Honig sowie lebende Honig- und Wildbienen, Hummeln, Wespen und andere Insekten sowie deren Lebensräume mehr kennen werden,

dass sich die Mitglieder des Umweltbund an Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft,aber auch Konsumenten und Naturschützer wenden,

mit dem Ziel,
den Einsatz von GVO in der Landwirtschaft total zu verbieten,

das gesamte Zulassungsverfahren sowie die Gesetze und Verordnungen zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln neu zu formulieren im Sinne des Schutzes unserer Umwelt und Lebensmittel

dass ein wichtiges Ziel die totale Offenheit, seitens der politisch dafür Verantwortlichen, sein sollte, vor allem wenn es sich um unsere Nahrungsmittel bzw. die Umwelt handelt

dass Landwirte, Viehhandelsbetriebe, Schlachtbetriebe sich trauen Versäumnisse und Fehler von HI-Tier zu melden, und nicht sofort sofort mit Sanktionen in Form von Fördermittelentzug, verstärkten Schikanen (Betriebsprüfungen) usw. bestraft werden.
die die Imkerei und die Landwirtschaft behindernden und blockierenden Gesetze und Verordnungen insbesondere in den Bereichen der Sozialgesetzgebung, Altersversorgung und Berufsgenossenschaften neu zu formulieren

zum Zwecke der Steigerung der Attraktivität der Imkerei als Erwerbstätigkeit und die Entfaltung der Persönlichkeit unterstützenden Freizeitimkerei.

Zur Schaffung und Stärkung der Eigenverantwortung und Sicherung der persönlichen Selbständigkeit,
sein Bestreben auf die Abschaffung der Zwangsversicherungen zur Krankenkasseund Alterskasse für die Landwirtschaft sowie der Berufsgenossenschaften zu verstärken,um die grundgesetzlich verankerte Freie Entfaltung der Persönlichkeit,Gleichheit und den Schutz des Eigentums,für alle landwirtschaftlichen Berufszweige, wie Bauern, Imker, Gärtner und andere zur Landwirtschaft gehörenden Berufsgruppen,zum Zwecke der freien Versicherungswahl und Eigenvorsorge zu erwirken.
Insgesamt soll mehr das Eigentumsrecht und das freie landwirtschaftliche Berufstum gefördert werden, dabei soll aber die Produktion insgesamt stark extensiviert werden, um eine großflächige lebendige Erde zu erhalten und nicht nur kleine Rückzugsrefugien, was wir im Sinne von "Schöpfung bewahren" in allen Religionen sowieso tun sollten.

Für bereits durch staatliche Zwangsmaßnahmen, in den einzelnen Unternehmen der Landwirtschaft eingetretene Schäden, betrieblicher und finanzieller Art,

Schadensersatzforderungen gegenüber der Bundesrepublik und andere Staaten durchzusetzen.

Der Präsident Dr. Friedhelm Berger

Vorstandsmitglied Fridolin Brandt info@umweltbund.de

 
 

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