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Online-Studie „Klimaticket“
Kategorie: Globale ErwärmungAutor: Levent Düzlü
Ein heute immer bekannter werdendes Marketingkonzept zur Realisation einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung, ist das Konzept der „CO2-Neutralität“. Dieses Konzept bietet sowohl aus Unternehmersicht, als auch aus privater Sicht die Möglichkeit unterschiedlichste Tätigkeiten CO2-Neutral zu stellen.
Im Rahmen einer Diplomarbeit soll hier insbesondere die Dienstleistung Flugreise unter die Lupe genommen werden. Natürlich ist es aber auch möglich eine Autofahrt, eine Veranstaltung, eine ganze Organisation oder auch ein einzelnes Produkt CO2-neutral zu stellen. CO2-Neutral bedeutet in diesem Zusammenhang die Kompensation von entstandenen Emissionen, durch CO2 mindernde Maßnahmen wo anderes zu neutralisieren. Das funktioniert auf diese Weise, weil Kohlendioxid sich global auswirkt und es insofern keine Rolle spielt wo die Emissionen entstehen und wo sie ausgeglichen werden. Die Schritte zur Kompensation sind dabei denkbar einfach:
- entweder man erwirbt online freiwillig ein sogenanntes Klimazertifikat und das Geld wird in ein Klimaschutzprojekt investiert oder
- es besteht die Möglichkeit seinen online Einkauf über einen Anbieter solcher Klimaschutzprojekte zu tätigen, der dann eine Provision erhält und diese für die CO2-Kompensation aufwendet.
Zu diesem Themengebiet wird an der Universität Mainz im Rahmen einer Diplomarbeit eine Studie durchgeführt, für welche noch zahlreiche TeilnehmerInnen gesucht werden. Wer sich an der Studie beteiligen möchte (man benötigt nur einige Minuten), findet hier weitere Infos:
http://www.marketing-mainz.de/klimaticket
Web-Site
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Oha...eine selbstselektive Befragung... Wenn man dann auch noch bedenkt, dass Teilnehmer unter anderem auf oekosmos.de geworben werden ist hier leider nicht davon auszugehen, dass die Ergebnisse in irgendeiner Art und Weise repräsentativ sind. Die Besucher dieser Seite dürften bereits ökologisch sensibilisiert sein und entsprechen in ihren Meinungen und Ansichten sicher nicht dem Bevölkerungsdurchschnitt...
Das verwendete Conjoint-System macht dagegen einen technisch guten Eindruck. Interessant ist die Non-Option, die ja bei einem Reisezwang (man "muss"zu irgendeinem Termin fliegen) eigentlich ausfällt. Inwiefern dies die Ergebnisse beeinflussen könnte, lässt sich ohne genauere Kenntnisse der Studie aber schlecht einschätzen...
Die Befragung ist durchaus repräsentativ, da Teilnehmer nicht nur an ökologisch orientierten Stellen angesprochen werden, sondern auch an neutralen. Es ist für meine Arbeit auch von Interesse zu sehen wie gerade ökologisch bereits sensibilisierte Personen auf die Befragung reagieren.
