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SPD will Schutzzonen für Handy-Opfer
Kategorie: MobilfunkAutor: Bürgerinitiative Omega Klaus Rudolph
Die SPD-Landtagsabgeordnete Waltraud Schmidt-Sibeth fordert mobilfunkfreie Schutzzonen für Handy-Geschädigte in Bayern.
Dort könnten Menschen leben, die sonst wegen der Strahlung nirgendwo leben könnten, sagte die Parlamentarierin am Donnerstag im Umweltausschuss des Landtags. „Denn es gibt Menschen, die unter den Handystrahlen unglaublich leiden." Wo die Schutzzonen liegen sollen, sagte Schmidt-Sibeth nicht. dpa
Kommentar von Dieter Keim - Ilbenstadt –
„ASYLZONEN“ für Handy-Geschädigte
Schutzzonen für Mobilfunk-Geschädigte sind wohl kaum denkbar, solche Zonen könnten nur für betroffene Bürger als „ Urlaubszone" eingerichtet werden.
Obwohl das Engagement der Politikerin zu loben ist, muss ein solcher Artikel eigentlich den Mobilfunk-Opfern einer Verhöhnung gleich kommen,
Haus und Hof und Arbeitsplatz müssten verlassen werden, um in ein Gebiet zu ziehen, wo es nur noch ums Überleben geht! Woher aber soll das Geld zum Überleben kommen?
In der Nähe eines Funkturmes Haus und Hof verkaufen heißt, man müsste alleine beim Verkauf seines Hauses finanzielle Einbußen in Kauf nehmen, Abschläge bis zu 50 % vom Wert einer funkbelasteten Immobilie sind heute schon die Norm.
Unser Wirtschaftssystem soll die Preise durch Angebot und Nachfrage regulieren. Die Nachfrage nach Häusern, die einen Funkturm in Sichtweite haben, ist inzwischen mehr als nur gering, daher auch die Preisabschläge. Entgegengesetzt wäre die Nachfrage nach Häusern in einer ,,Funk - geschützten - Lage „ sehr hoch, nur werden dann die Preise entsprechend steigen, die Objekte in dieser Lage werden für den normalen Bürger unbezahlbar werden.
In eine Schutzzone zu ziehen, Haus u. Hof halb verschenken zu müssen, die Arbeitsstelle aufzugeben, würde für einen Durchschnittsbürger finanziell das Aus bedeuten, er wäre in kurzer Zeit ein Sozialfall.
Ideen sind das, was die Menschheit voranbringen kann, aber nur dann, wenn diese Ideen einen überlegten vertretbaren Hintergrund haben. Ideen, ohne die absehbaren Folgen in Betracht zu ziehen, sowie es mir in diesem Artikel erscheint, sind vergleichbar mit der Idee des Mobilfunks. Die Idee ist nicht schlecht, nur hat man sich aber über die Folgen der Technik im voraus keine Gedanken gemacht !
Omega fragt: Und was sollen dann erst die meisten Betroffenen, die „nur“ Mieter sind, machen?
Quelle: SZ 31.1.2003
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