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06.04.2005 19:43 Alter: 7 yrs

Stroh und Pellets oder Weizen zum Heizen? Biomasse statt Erdöl.

Kategorie: Erneuerbare Energien
Autor: Norbert Suchanek

Ohne Wärmedämmung geht es nicht

Auch die beste Solar- oder Öko-Heizung nutzt allerdings wenig, wenn Haus und Wohnung nicht wärmegedämmt sind. In einem gesunden Bio-Haus haben aber Dämmmaterialien aus Erdöl wie Styropor oder Mineralwolle nichts zu suchen. Ersatz gibt es auch längst genug und wird darüber hinaus noch staatlich nach der Förderrichtlinie "Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen" gefördert. Bisher stammen bundesweite aber immer noch lediglich etwa fünf Prozent der jährlich 30 Millionen Kubikmeter eingebauten Dämmstoffe aus nachwachsenden Quellen, wie Flachs, Hanf, Stroh, Schilf oder Wolle. Dabei gibt es nun - ob für die Altbausanierung oder Neubau - einen Zuschuss zwischen 30 und 40 Euro pro Kubikmeter „natürlichem“ Dämmmaterial.

Hanf aus heimischen Feldern

Immer beliebter ist Hanf, genauer gesagt Thermo-Hanf als Dämmstoff. Thermo-Hanf besteht zu 85 Prozent aus Hanffasern und zu 15 Prozent aus einer Polyester-Stützfaser und wird in der Regel in Mattenform geliefert und eignet sich für die Dämmung von Dach, Wand und Boden. Nach Angaben deutscher Hersteller erfolge der Hanfanbau ohne jeglichen Pestizid- und Fungizideinsatz. Er passe in jede Fruchtfolge und sei als nachwachsender Rohstoff eine Alternative zum Marktfruchtanbau. Neben den Hanffasern werden natürlich auch die Samen geerntet und vermarktet. „Iso-Hemp“ heißt ein reiner Hanf-Wärmedämmstoff aus Österreich. Er wird aus kontrolliert biologisch angebautem Hanf hergestellt und ist quasi ein Abfallprodukt aus der Bio-Hanföl-Erzeugung.

Bäuerlicher Reststoff Stroh

Kaum in seiner Öko-Bilanz zu überbieten ist der uralte und regional kostengünstig verfügbare Dämmstoff Stroh – vor allem, wenn er aus der Bio-Getreideproduktion stammt. Besonders in Österreich kommt Stroh immer häufiger zum Einsatz. Dort wurden auch in einem angewandten Forschungsprojekt – es gehört zum Projekt “Fabrik der Zukunft” - Bauteile und ein Verfahren zur Produktion der Strohdämmstoffe für den Holz-Fertigbau entwickelt. Tests des österreichischen Ökologie-Instituts für angewandte Umweltforschung in Wien ergaben: „Stroh steht in seinen Eigenschaften als Dämmstoff den konventionellen Produkten wie Mineralwolle keineswegs nach – es hat eine hohe Wärmedämmqualität und ist daher gut geeignet für moderne Passivhausarchitektur.“ Der Aufwand für den Einbau bei der vorgefertigten Bauweise sei mit konventionellen Dämmstoffen vergleichbar. Wobei das Einbringen der Strohdämmung im Vergleich zu Glaswolle sogar angenehmer für die Arbeitskräfte sei, da keinerlei Hautirritationen durch das Stroh auftreten. Auch bei den Aspekten Schimmelbildung und Brandverhalten überzeugte Stroh die Wissenschaftler. „Schimmelbildung ist“, so die Bewertung des Instituts für Baubiologie und Ökologie, „bei der verwendeten und untersuchten Konstruktion nachweislich nicht gegeben. Das Brandverhalten und die Setzung im Bauteil ist mit anderen Dämmstoffen vergleichbar.“

Weitere Informationen:
Dämmstoffe allgemein

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Hofplatz 1
18276 Gülzow

E-Mail: info@fnr.de
Internet: http://www.fnr.de
und www.naturdaemmstoffe.info


Stroh

Österreichisches Ökologie-Institut für angewandte Umweltforschung
Seidengasse 13
1070 Wien

E-Mail: adensam@ecology.at
Internet: www.ecology.at
und
www.architektur-online.com

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Montag, 01-11-10 09:21, Kommentar von Thomas Holler , E-Mail: holler_t(at)yahoo.de :

Ein Schwachsinn, was hier zum Heizen mit Weizen geschrieben wird...
Es ist einfach nur eine Frage der Ökonomie.
Wer meckert denn wenn auf 1000den von Hektar anstatt Weizen eben Mais angebaut wird um ihn in Biogasanlagen zu Strom zu machen. Auch auf diesen Flächen könnte man hungernde ernähren...
Lächerlich was hier gelabert wird...
Und... auch Holz wird irgendwann nicht mehr da sein, wenn wir alle beginnen die gesamte Welt mit Holz zu beheizen...

 
 

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