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Subsistenzlandwirtschaft satt Ethanol und Soja-Diesel
Kategorie: HintergrundinfosAutor: Norbert Suchanek
Wochenmarkt statt Weltmarkt
Wenn wir den sinnlosen globalen Handel vor allem von Grundnahrungsmitteln wie Weizen, Milch, Kartoffeln bis zu Apfelsaft und lebenden Kälbern stoppten, so die Nobelpreisträgerin, dann brächte uns allein diese Reduzierung der Transporte augenblickliche Vorteile. Wenn die Menschen ihr eigenes Brot essen, ihre eigene Milch trinken würden, dann könnten die großen Konzern nicht mehr jedes Mal verdienen, wenn wir uns zum Essen hinsetzten. Doch Naivität sei gefährlich.
Helena Norberg-Hodge: „Wichtig sind heute schnell agierende, analytische Menschen, die sich mit dem System konfrontieren.“ Nur müssten diese "genährt" werden von Weisheit und Spiritualität - oft genüge es schon, mit solchen Leuten in engem Kontakt zu bleiben. Konkret könne jeder dabei mithelfen das System zu ändern. Beispielsweise durch: Unterstützung der regionalen Landwirtschaft, in dem man auf lokalen Märkten einkauft; lokale Tauschkreise organisieren; regionale Währungen in den Gemeinden einführen, um dadurch die Abhängigkeit vom Weltmarkt zu reduzieren. Aber es gelte auch alternative Mediennetzwerke aufzubauen, um der globalen Propaganda entgegenzuwirken. „Denn das, was jetzt durch große Konzerne gemacht wird“, so die alternative Nobelpreisträgerin, „ist so unmenschlich, so gefährlich, und es ist so viel Geld im Spiel, dass man leicht das Denken zerstören kann.“
Norbert Suchanek, Rio de Janeiro, September 2007
Norbert Suchanek
Journalist und Autor
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