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03.09.2005 16:27 Alter: 7 yrs

Umwelt- und Nord-Süd-Nachrichten

Kategorie: Hintergrundinfos
Autor: Norbert Suchanek

Aspartam – kalorienarm aber tödlich

Der künstliche Süßstoff Aspartam enthält keine Kalorien und ist billig, weshalb ihn die Lebensmittelindustrie großzügig in zahlreichen Produkten einsetzt: Vom Kaugummi bis zur Limo und Diät-Cola. Dass der ursprünglich als biochemische Waffe von der US-Regierung gelistete Stoff aber seit Jahren aufgrund von Gesundheitsbedenken umstritten ist, störte die Konzerne wenig. Nun berichtet die Umweltzeitschrift „The Ecologist“ in seiner jüngsten Ausgabe von neuesten Studien unabhängiger Mediziner mit dem Ergebnis: Aspartam könne sehr wohl die verschiedensten Erkrankungen auslösen, Gehirnerkrankungen genauso wie Tumore oder Multiple Sklerose - und der Süßstoff könne sogar tödlich wirken.
Weitere Informationen:
www.theecologist.org

Zellstoffgier bedroht Borneos Urwald

Der tropische Regenwald der indonesischen Provinz Südkalimantan auf Borneo droht als Holzchips und Zellstoff zu enden. Denn Indonesien plane dort ein neues Zellstoffwerk und eine Hackschnitzelfabrik, berichtet die Umweltschutzorganisation Global 2000. "Nach Berechnungen von Global 2000 sind durch das Projekt akut 113.000 Hektar Regenwald in Südkalimantan bedroht. Darüber hinaus müssten für die Deckung des Holzbedarfs der Zellstofffabrik riesige zusätzliche Plantagen auf Kosten wertvoller Tieflandregenwälder angelegt werden", kritisiert Daniel Hausknost von Global 2000. Schon heute stamme 70 Prozent des für die Zellstoffproduktion in Indonesien verwendeten Holzes aus Regenwäldern und werden illegal geschlägert.
Weitere Informationen:
www.global2000.at

Goldgier bedroht Europas Regenwald

Französisch Guyana gehört noch zu den Ländern mit dem höchsten Anteil an tropischem Regenwald. Als ein Departement Frankreichs ist das Gebiet auch Teil der EU. Dennoch droht ihm Abholzung und Vergiftung. Das kanadische Unternehmen Cambior will dort auf einer Fläche von 30 Quadratkilometern in großem Stil Gold abbauen und das hochgiftige Zyanid dabei verwenden. In einigen Ländern ist die Goldförderung mit Zyanid verboten, weil dabei Tausende von Tonnen hochgiftiger Zyanid-Abwässer entstehen.
Weitere Informationen:
www.nodirtygold.org und www.jne-asso.org

GTZ fördert Wasserprivatisierung in Bolivien

Es gibt faktisch keinen Ort auf der Welt, wo die Menschen wirklich Wasserprivatisierung von sich aus wollen. Auch in Deutschland ist eine Mehrheit dagegen. Ebenso wehrte sich die mehrheitlich indianische Bevölkerung Boliviens – aus erster, leidvoller Erfahrung - vehement gegen die Privatisierung der Wasserversorgung. Den staatlichen „Entwicklungshelfern“ der GTZ aus Deutschland ist dies offensichtlich egal. Wie die TAZ berichtet, drängten sie - zusammen mit Vertretern der Weltbank, der Interamerikanischen Entwicklungsbank, und der bundesdeutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) - weiterhin die Bolivianer in die Wasserprivatisierung. "In Bolivien ist die GTZ die Schaltzentrale der Wasserprivatisierung", so Omar Fernánde, der langjährige Wasseraktivist und Bauerngewerkschafter aus Cochabamba. Reinhard von Brunn, der scheidende GTZ-Büroleiter in La Paz, bestreite dies aber laut TAZ: "Wir favorisieren kein bestimmtes Modell."
Weitere Informationen:
www.worldwaterweek.org und www.menschen-recht-wasser.de

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