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06.04.2005 20:13 Alter: 7 yrs

Umweltnachrichten März/April 2005

Kategorie: Hintergrundinfos
Autor: Norbert Suchanek

Kostenloses Girokonto – aber nicht für Arme

Die Postbank macht Werbung mit angeblich kostenlosen Girokonten. Hurra, sagt sich da der Hartz I-IV geplagte Arbeitslose oder Geringverdiener, endlich mal was umsonst für uns. Aber beim Durchlesen des Kleingedruckten wird er eines Besseren belehrt. Das kostenlose Girokonto gibt es natürlich nur für diejenigen, die auch ausreichend „Kohle“ haben. Die Geldeingangsgrenze für kostenlose Konten beträgt nämlich 1250 Euro. Wer weniger hat, muss blechen, oder anders ausgedrückt: Wer sowieso schon nichts hat, soll dafür wenigstens noch bezahlen. Wer arm ist, soll ärmer werden und damit die kostenlosen Giro-Konten der Besserverdienenden finanzieren. Das nenne ich echte Solidarität! Das ist genauso wie im internationalen Maßstab mit den Krediten. Die Armen müssen nämlich höhere Zinsen bezahlen als die Reichen, was für Länder und Unternehmen genauso wie für Personen gilt und ein Grund für die hoffnungslose Überschuldung vieler Entwicklungsländer ist.

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