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07.08.2009 16:47 Alter: 3 yrs

UN-Resolution «Klimawandel durch Radioaktivität»

Kategorie: Globale Erwärmung
Autor: Wolfgang Rehfus

Die Fakten sind offensichtlich, die Interpretationen zwingend.

Der «Klimawandel durch CO2» ist nicht mehr zu leugnen. Er umfasst die Auswirkungen der Klima-Erwärmung durch freigesetzte Treibhausgase. Durch konsequentes Handeln können sie hoffentlich rechtzeitig abgemildert werden. Im Unterschied dazu bezeichnet der «Klimawandel durch Radioaktivität» eine Klima-Veränderung, die durch künstlich erzeugte Radioaktivität verursacht wird. Beide können schreckliche Ausmasse annehmen und der eine darf nicht gegen den anderen ausgespielt werden.

Doch während die ganze Welt über den «Klimawandel durch CO2» diskutiert, propagieren Atomindustrie und unterstützende Organisationen die angeblich klimafreundliche, CO2-freie Atomenergie als Lösung zum Klimawandel. Dabei ist es unwichtig, ob Atomenergie CO2-frei ist oder nicht. Atomkraftwerke produzieren große Mengen Radioaktivität und verursachen selbst einen gefährlichen «Klimawandel durch Radioaktivität»,denn in einem durch Radioaktivität verseuchten Klima ist kein Leben möglich.

1. Größenordnung

Der im Atomkraftwerk erzeugte Atomstrom ist genau genommen ein Nebenprodukt, da im Reaktor nur 0,1% des Brennmaterials in Energie umgesetzt wird, also 99,9% als radioaktiver Atommüll zurückbleibt. Die produzierte Radioaktivität kann durch technisches oder menschliches Versagen, Terroranschläge, Naturkatastrophen oder in sogenannten Lagerstätten ganz allmählich durch geologische Veränderungen bzw. durch den Lauf der Zeit freigesetzt werden. Dazu kommt das Risiko des Missbrauchs: «Der verbrauchte Brennstoff von Atomkraftwerken enthält genug Plutonium, um von einem einzigen Betriebsjahr jedes Atomreaktors ca. 30 Atomwaffen herzustellen.» (Richard L. Garwin, «The Future of Nuclear Energy», 25./26.9.2008). Folglich kann jedes Atomkraftwerk zur Herstellung von Atomwaffen missbraucht werden.

Bereits im April 2001 erklärte der US-Atomphysiker Richard L. Garwin vor dem Nuclear Control Institute in Washington die Menge Radioaktivität im Atomkraftwerk: «Da ein Reaktor an einem Tag ebenso viel Radioaktivität produziert wie eine 50-kt Atomexplosion und der Brennstoff in einem Reaktor üblicherweise für durchschnittlich zwei Jahre dort war, enthält ein üblicher Atomreaktor in seinem Inneren die langlebigen Radioisotope von 30 Megatonnen Atomspaltung.» (Richard L. Garwin, «Can the World Do Without Nuclear Power? Can the World Live With Nuclear Power?», Nuclear Control Institute, 9.4.2001).

Die Hiroshima-Atombombe entsprach einer 12.5 kt Atomexplosion. Somit produziert ein durchschnittliches Atomkraftwerk täglich eine Radioaktiviätsmenge entsprechend derjenigen von vier Hiroshima-Atombomben,was sich jedes Jahr auf Radioaktivität in der Größenordnung von 1460 Hiroshima-Atombomben summiert. Im Atomreaktor befindet sich sogar Radioaktivität in der Größenordnung von 2920 Hiroshima-Atombomben(die Produktion von zwei Jahren). Allein die fünf Schweizer Atomkraftwerke beinhalten Radioaktivität in der Größenordnung von rund 10‘000 Hiroshima-Atombomben!

Die weltweit seit Jahrzehnten betriebenen rund 440 Atomkraftwerke beinhalten Radioaktivität in der Größenordnung von rund einer Million Hiroshima-Atombomben (die Produktion von 2 Jahren). Sie erzeugen aber nur 3.3% des globalen Energiebedarfs. Dennoch bauen einige Länder weitere Atomkraftwerke.

2. Auswirkungen

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