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14.03.2003 21:43 Alter: 9 yrs

Wasserknappheit und Wasserverschwendung

Kategorie: Verbraucherschutz, Meeres- und Gewässerschutz
Autor: Mario Gundlach

Die Trinkwasserreserven werden weltweit immer knapper, die Ressourcen nehmen dramatisch ab. Aus diesem Grund schlägt die Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der UN (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) heftigen Alarm – und bringt gleichzeitig ihre Forderung zum Ausdruck, die abnehmenden Trinkwasserbestände energisch zu schützen.

Nicht zuletzt durch ausbleibende Handlungen seitens der Politik würde in einer Vielzahl von Regionen auf der Welt das Wasser auf eine bisher nicht dagewesene Art und Weise knapp. Diese bedrohliche Aussicht ist dem in dieser Woche in Paris veröffentlichen Welt-Wasser-Bericht der Organisation zu entnehmen.

An jedem Tag verlieren weltweit etwa 6.000 Kinder in einem Alter von fünf Jahren und jünger ihr Leben durch Krankheiten, deren Übertragung einzig und allein auf unreines Trinkwasser zurückzuführen ist. Verschmutztes Wasser in Verbindung mit einer in keinerlei Hinsicht ausreichenden Abwasseraufbereitung oder –entsorgung stellen die Ursache für rund 80 Prozent sämtlicher Krankheiten in Entwicklungsländern dar.

In ein und dem selben Wasserabschnitt (und nicht selten handelt es sich hierbei um stehende Gewässer) wird Geschirr abgespült, Wäsche gesäubert, waschen sich Menschen sowie Tiere – und auch für die Verrichtung der Notdurft müssen diese Gewässer herhalten.

Kläranlagen könnten Abhilfe schaffen

Laut UNESCO wäre die beste Lösung zur Eindämmung der gesamten Problematik ein vermehrter Bau entsprechender Kläranlagen. Eine deutliche Veränderung müsse zudem bei der Nutzung von Wasser in der Landwirtschaft erfolgen: 60 Prozent des hier eingesetzten so kostbaren Gutes würden bisher vergeudet.

Generaldirektor Koichiro Matsuura: "Unter allen Krisen der Menschheit betrifft die Wasser-Krise das wichtigste Element unseres Überlebens." Anlass zur Sorge sei hier nicht nur die für sich genommen ohnehin bereits sehr ernsthafte Bedrohung durch die Verschmutzung, sondern auch die Erhöhung der Temperatur des Elementes.

In den Industrienationen mit ihrer verhältnismäßig stabilen Wachstumsrate bei der Bevölkerung werden tagtäglich unglaubliche Mengen Wasser vergeudet. In den trockenen Gebieten auf der Welt, also in Nordafrika, im Nahen Osten sowie in Südasien, wird die Wasserknappheit durch das Bevölkerungswachstum vorangetrieben.

Wassermenge aus einer Spülung für den ganzen Tag

Laut Bericht verbrauchen wir in den Industrienationen mit einer einzigen Toilettenspülung die selbe Menge Wasser, wie einem Menschen in den Entwicklungsländern für Kochen, Waschen und Trinken am gesamten Tag zur Verfügung steht.

Vielleicht auch noch einmal ein Denkanstoß, beispielsweise ebenfalls während des Zähneputzens das Wasser wieder zuzudrehen.

Zwei von fünf Menschen in der Welt besitzen keinen Anschluss an eine standesgemäße Abwasserentsorgung. Für 1,1 Milliarde Menschen besteht keine Möglichkeit des Zugriffs auf sauberes Wasser. 90 Prozent aller Abwässer in den Entwicklungsländern versiegen im Boden und gelangen somit ungehindert in den Kreislauf, oder sie werden direkt in die Flüsse abgeleitet.

Am schwersten betroffen sind Ballungszentren und Großstädte, da hier eine entsprechende Ver- und Entsorgung oft überhaupt nicht oder nur mangelhaft vorhanden ist. Allein in Afrika war in knapp 120 untersuchten Großstädten im Schnitt nur jede fünfte Unterkunft an ein Wasserwege-System angeschlossen.


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Samstag, 26-05-07 14:42, Kommentar von t. d. :

Dieser Artikel ist unseriös!

1. werden keine Quellen über die Daten belegt, also sind es reine Behauptungen.
2. die Geographien sind Entscheidend, nicht die Bezeichnung "Entwicklungsland"
3. Was ist mit dem Wasserkreislauf? Wasser wird nicht verbraucht wie Benzin... Da fehlt die Differenzierung

Das ist das Problem des Öko-ismus, dass für eine so wichtige Angelegenheit wie der Ökologie mit bloßen Emotionalisierungen herumgeworfen wird...

 
Dienstag, 08-04-08 11:24, Kommentar von tuut blut , E-Mail: blut(at)mama.de :

In 20 Jahren kann es sein das es kein Wasser auf der Welt gibt.

 
Sonntag, 22-02-09 20:38, Kommentar von Anne Helmuth :

t.d - danke für den kritischen Kommentar!
Nimmt der Artikelautor dazu auch mal Stellung, bitte?

 
Mittwoch, 18-03-09 21:50, Kommentar von Katharina Wutz , E-Mail: kampfkeks(at)fantasymail.de :

Also, wer sich schon ausreichend mit dem Thema beschäftigt hat sieht ganz eindeutig, dass Wasser das neue Öl sein könnte.
Durch die Klimaerwärmung wird es immer wärmer, und gerade in den Entwicklungsländern, die in eh schon sehr trockenen Regionen liegen, wird mehr verdunsten. Klar, es gibt den Wasserkreislauf, aber nicht alles kommt da auch wieder runter wo es verdunstet ist...
Denk vielleicht mal an Wind, Stürme...auch in den oberen Atmosphärenschichten.
Außerdem schmelzen die Gletscher. In den Bergen, z.B. in Peru werden ganze Landstriche mit Wasser aus Gletschern versorgt. Was wenn der Gletscher einfach auf einmal weg ist???
Leute, denk mal nach, bevor ihr einen VOLLKOMMEN SERIÖSEN Artikel kritisiert.
Ich habe schon mehrere Praktika gemacht als Fachkraft für Wasserversorgung und schon viele Referate darüber gehalten.
Es gibt ganz genau 1,5% Trinkwasser, wenn man mal von allem Wasser auf der Erde ausgeht. Es gibt aber mehrere Milliarden Menschen auf der Welt, von denen 1 Milliarde kein Zugang zu sauberem Trinkwasser hat. Es kann ja vielleicht sein, dass es einfach ein Verteilungsproblem ist, was auch zutrifft, aber das ändert nichts daran, dass 80% der Krankheiten mit tödlichem Ausgang in Entwicklungsländern durch verschmutztes Trinkwasser ausgelöst werden und somit verhindert werden könnten!

Jetzt kommst du wieder t.d.!!!

Grüße Katharina.

 
Dienstag, 22-03-11 14:16, Kommentar von titrat :

"Vielleicht auch noch einmal ein Denkanstoß, beispielsweise ebenfalls während des Zähneputzens das Wasser wieder zuzudrehen."

Was für ein Unsinn? In Deutschland derartig Wasser einzusparen wäre, als wenn ein Eskimo keinen Schnee essen dürfte, oder ein Sahara-Bewohner keinen Sand nutzen dürfte, weil andernorts Sand oder Schnee knapp wären ...

Im Gegenteil gehen schon die Kanalisationen kaputt durch (hier) unsinniges Wassersparen. Im übrigen wird Wasser niemals "verbraucht", sondern höchstens genutzt - es verschwindet ja nicht ins Nirwana. Und warum man reichlich vorhandenes Wasser in Deutschland nicht nutzen soll, sehe ich nicht.

 
 

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