Sonntag, 12. Februar 2012
Sie befinden sich hier:
Startseite->Artikel->Wenn Strahlen und Antennen Sorgen machen
10.12.2002 20:55 Alter: 9 yrs

Wenn Strahlen und Antennen Sorgen machen

Kategorie: Mobilfunk
Autor: Bürgerinitiative Omega Klaus Rudolph

Er gibt niemals auf, auch wenn der Kampf gegen zunehmende Mobilfunktürme im Land mit dem wachsenden Bedürfnis nach mobiler, drahtloser Kommunikation schier ausweglos erscheint. «Wir werden gewinnen. Das ist nur eine Frage der Zeit», äussert sich der 47-jährige Markus Lauener überzeugt, der seit 1985 in Wängi lebt.

Appenzeller Zeitung Lokales 9.12.2002

Gefahr wird verniedlicht

Der aus dem Berner Oberland stammende Informatiker eines führenden Schweizer Dienstleistungsunternehmens begann sich intensiv mit der Thematik rund um Strahlen und Antennen zu beschäftigen, als vor drei Jahren, rund 400 Meter von seinem Haus entfernt, eine Mobilfunkantenne erbaut worden ist. Seither leidet er nach eigenen Angaben unter Schlafstörungen. Oder Lauener kämpft als Mitglied zweier verschiedener Organisationen an vorderster Front. «Diese wehren sich gegen die zunehmende Elektrosmog- Belastung, die durch die Mobilfunk-Sender (Natelantennen) verursacht wird.» Unter anderem gehört er dem Verein Hansueli Jakob an, dessen gleichnamiger Gründer gegen das Kurzwellenzentrum von Schweizer Radio-International in Schwarzenburg erfolgreich gekämpft hat. Nachdem die Zunahme schwer wiegender gesundheitlicher Beschwerden in der Umgebung des Kurzwellensenders Schwarzenburg durch eine Studie der Universität Bern nachgewiesen wurde, musste im Sommer 1998 der Sendeturm ersatzlos abgebrochen werden. Je mehr sich Lauener mit Mobilfunkantennen und ihren Auswirkungen auf Mensch und Tiere auseinander setzt - auch als Referent öffentlicher Anlässe -, stellt er fest, dass der «Sprache von Forschern und Politikern nicht immer zu trauen ist». Sie neigten dazu, Forschungsergebnisse, die zahlreiche Hinweise auf einen Zusammenhang von Strahlung und Verhalten der Menschen lieferten, «immer wieder zu verniedlichen».

Menschen und Tiere leiden

Gesundheitsschäden seien aber schon weit unterhalb des in der Schweiz gesetzlich zugelassenen Grenzwertes nichtionisierender Strahlen von sechs Volt pro Meter möglich - «in erster Linie Schlafstörungen und verminderte Reaktionsfähigkeit». Hormonstörungen und DNA-Schäden bewirkten eine höhere Rate an Miss- und Fehlgeburten bei Mensch und Tier. Ab einer Belastung von 0,48 Volt pro Meter nehme das Krebsrisiko zu, ab 0,61 werde die Blut-Hirn- Schranke durchlässig für das Eindringen von Giften und Eiweiss-verbindungen. Darüber würden die Behörden viel zu wenig aufklären, erklärt Lauener. Für ihn stellt sich auch die Frage: «Was kommt noch alles auf uns zu, wenn demnächst über Handy auch Bilder übermittelt werden sollen?» Das bedeute noch mehr Antennen mit immer höheren Sendeleistungen. Das probate Mittel dagegen kann daher für ihn nur heissen: «So viel wie möglich aufklären.» Gar nichts kann er der seit 1. November bestehenden Ombudsstelle Mobilkommunikation und Umwelt (OMK) mit der St. Galler Ombudsfrau und Ständerätin Erika Forster (FDP) abgewinnen.

Gegen Feigenblatt-Politik

Finanziert wird diese als unabhängig bezeichnete Anlaufstelle von den drei Telekom-Unternehmen Swisscom, Orange und Sunrise. Personen mit Problemen wegen Antennen und Funkwellen können sich kostenlos an die Ombudsstelle wenden. In erster Linie soll sie bei Auseinandersetzungen um Antennenstandorte oder Fragen zu Funkwellen von Handys und Antennen Hand bieten, wie es hieß«Das ist doch Unsinn.» Für Lauener ist die neue Ombudsstelle nicht anderes als «ein Feigenblatt mit Alibifunktion».

Kommunikation, aber anders

Doch Hand aufs Herz. Wie kommuniziert Markus Lauener, wenn er beispielsweise seinen Hobbys als Segler auf dem Bodensee oder als Skifahrer auf den Bergen frönt? «Sicher nie mit Handys. Ich besitze auch keins», sagt er. Es gelte neue Technologien zu erschließen, die Frequenzen ermöglichten, auf welchen kommuniziert werden könne, ohne gesundheitlichen Schaden zu erleiden. «Dafür ist aber auch ein Sinneswandel in der Wissenschaft und Wirtschaft nötig», fordert Lauener. Doris Burkhardt Rohrer


Beiträge der BI Omega finden Sie auch noch unter:
BI Omega
BI Omega
BI Omega


addthis.comask.combackflipblinkbitsblinklistblogmarksbluedot.usco.mmentsconnoteadel.icio.usde.lirio.usdigg.comFark.comFeed me links!FolkdFurlgoogle.comhype it!LinkaGoGoLinkaARENAlive.comMa.gnoliaMister WongMyLink.denetscapenetvouznewsvine.comoneviewRawSugarRedditscuttleshadowsSimpySmarkingSpurlstumbleupon.comTailRankTagThatTechnoratiWebnewsWinkWistsYahooMyWebYiggIt

Noch keine Kommentare vorhanden.

Ins Gästebuch eintragen