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10.09.2004 21:29 Alter: 15 yrs

Imker und Umweltverbände fordern Verbot von Pestiziden

Kategorie: Ökologische Landwirtschaft
Autor: fridolin brandt

Die Pestizide Fipronil und Imidacloprid, verursachen nach einer Verlautbarung der franz. landwirtschaftlichen Berufsgenossen­schaft nicht nur erhebliche Schädigungen in der Natur, sondern auch bei den Menschen.

Imker- und Umweltverbände haben ein einstweiliges Verbot des Pestizids Gaucho sowie weiterer Mittel mit dem Wirkstoff Imidacloprid in Deutschland gefordert. Der Wirkstoff stehe in dringendem Verdacht, verantwortlich für das Bienensterben in weiten Teilen Europas zu sein. Der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund, der europ. Erwerbsimkerbund, der Naturschutzbund NABU und die Coordination gegen BAYER-Gefahren haben Bundesverbraucherministerin Künast dazu aufgerufen, dem Pestizid bis zur Klärung aller aktuellen Erkenntnisse die Zulassung zu entziehen.
"Künast muss dem Beispiel der französischen Regierung folgen und alle Pestizide, die eine Gefahr für Bienen darstellen, vom Markt nehmen".

Das von der französischen Regierung beauftragte "Comité Scientifique et Technique" und andere namhafte deutsche und internationale Institute hatte kürzlich festgestellt, dass die Saatgutbehandlung mit Gaucho ein signifikantes Risiko für Bienen darstelle.
Im Sinne eines vorsorgenden Umwelt- und Verbraucherschutzes muss die Zulassung des Mittels nun auch in Deutschland neu geprüft werden und wie in Frankreich bereits geschehen vom Markt genommen werden.

Insbesondere müssen die Zulassungsverfahren in der Zukunft am ganzen Bienenvolk ausgerichtet werden und nicht nur wie bisher nach der LD 50 Norm, welche 1946 eingeführt wurde, an 100 Einzelbienen. Unbestritten ist , das die Entwicklung der Agrarchemie seit 1946 vollkommen neue Agrarchemieprodukte hervorgebracht hat. Diese wirken heute neurotoxisch und ist eine relativ neue Entwicklung. Diese nach der alten LD 50 Methode zu unbraubaren und verfälschten Ergebnissen.

Die Agrogifthersteller bestreiten das es neuer Zulassungsverfahren bedarf, wissen sie doch, falls die Zulassungsverfahren am Bienenvolk durchgeführt werden, kein Agrargift mehr eine Zulassung hätte oder nicht mehr bekommen würde. Alleine der Aspekt, daß 2 Parteigutachten zur Zulassung ausreichen ist ein Skandal !

Imidacloprid wird vom Leverkusener Bayer-Konzern hergestellt. In Deutschland wird der Wirkstoff unter den Markennamen Gaucho und Chinook vor allem im Raps-, Zuckerrüben- und Maisanbau eingesetzt. In den vergangenen Jahren starb hierzulande wie in Frankreich fast die Hälfte aller Bienenvölker. Auch die Bestände an Wildbienen und weiteren Insektenarten hätten in den letzten Jahren zum Teil erhebliche Bestandseinbußen erlitten.

Vor kurzem hat die franz. landwirtschaftl. Berufsgenossenschaft verlautbart, daß der Umgang mit dem Wirkstoff Fipronil ( BASF ) und Imidachloprid ( Bayer AG ) zu Berufserkrankungen führt. Ewähnt wurden u. a. Hirntumore, Leukämie, Prostakrebs .
Der Wirkstoff Fipronil wird in Deutschland u. a. in der Tiermedizin eingesetzt. Der Wirkstoff Imidachloprid ist erhältlich in 70 verschiedenen Präparaten für ebensoviele Anwendungsbereiche und wird überwiegend als Insektizid, Saatgutbeizmittel und Granulat zur Fliegenbekämpfung in Viehställen eingesetzt

Imkerei Fridolin Brandt

www.imkereibrandt.de
www.bienensterben.info