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15.01.2008 07:24 Alter: 10 yrs

Mobilfunk und seine Hintergründe

Kategorie: Mobilfunk
Autor: Hans Luginger

Mobilfunkstrahlen erwärmen biologisches Material (was wir vom Mikrowellenherd kennen); dafür gibt es Grenzwerte, d.h. menschliches Gewebe darf nicht beschädigt werden, wenn ein Handy benutzt wird. Die hochfrequente Strahlung hat aber auch weit unterhalb dieser thermischen Grenzwerte bedenkliche biologische Effekte, die zur Beeinträchtigung der Gesundheit führen.

Seit Erstellen der Mobilfunktechnologie wurden weltweit von verschiedensten Instituten und Universitäten unzählige kostenintensive Messungen, Untersuchungen und Studien betrieben, die fast alle in die gleiche Richtung verliefen, denn die bisherigen Forschungsergebnisse bezogen sich auf Messungen im hochfrequenten Bereich (Salzburger Handymasten-Studie, Ägyptische Funkturm-Studie, Deutsches Mobilfunk-Forschungsprogramm - Kosten 17 Mill. Euro, Nailer-Studie, Reflex-Studie etc.).

Darüber hinaus gibt es noch andere Aspekte, wobei auf den wichtigsten Punkt (auf Grund fehlender Messgeräte) bisher nicht geachtet wurde. Es handelt sich dabei um magnetische Verbindungen bzw. athermische Felder von Basisstation zu Basisstation.

In der letzten Zeit bestätigen jedoch immer mehr anerkannte Wissenschaftler und Forscher, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen im athermischen Bereich zu suchen sind. Endlich erkannte man, dass die derzeit gesetzlich festgelegten Grenzwerte für die Gesundheit von Mensch und Tier nur eingeschränkt relevant sein können, da sie sich ausschließlich auf hochfrequente Strahlungen beziehen.

Als athermische Effekt bezeichnet man gesundheitliche Auswirkungen sehr schwacher, energiearmer, elektromagnetischer Felder, deren Stärke so gering ist, dass eine Temperaturerhöhung im menschlichen Körper nicht mehr messbar ist.

Lange Zeit war es mit der bisherigen Messmethode nicht möglich, diese extrem niederfrequenten Felder (athermische Effekte), welche zwischen den Basistationen existieren, physikalisch nachzuweisen. Ein neu entwickelter, extrem hochempfindlicher ELF Magnetometer sowie das sog. E-Feldmeter ("Elektronische Rute") machen es möglich, die Unterschiede zwischen bestehenden und durch die LESS-Systeme unterbrochenen Magnetfelder zu messen, welche zwischen den Basisstationen entstehen.

Es bestünde die Möglichkeit, die ultraschwachen Felder direkt an den Mobilfunkmasten zu unterbrechen bzw. aufzuheben, ohne den Funk oder Sendeverkehr zu beeinträchtigen. Allerdings besteht für die Netzbetreiber derzeit keine Veranlassung, solche Abschirmmaßnahmen durchzuführen, da diese Felder durch die gesetzlich festgelegten Grenzwerte nicht betroffen sind. Es ist in der nächsten Zeit auch nicht zu erwarten, dass diesbezüglich gesetzliche Änderungen vorgenommen werden.
Als Alternative bleibt nur eine Unterbrechung bzw. Neutralisierung der extrem niederfrequenten Felder von Sender zu Sender direkt im Umfeld (Wohn-, Schlaf- und Arbeitsbereich.

LESS Strahlenschutz forscht seit 1997 an den Auswirkungen von Mobilfunk-Basisstationen auf Mensch, Tier und Pflanzenwelt. Diesbezüglich wurden unzählige Versuche und Experimente durchgeführt, weit über 5000 Untersuchungen von Wohn-, Schlaf- und Arbeitsplätze, Untersuchungen von ca. 400 Stallungen (davon Schnaitsee) sowie Vermessungen von tausenden Bäumen, Sträuchern und Obstkulturen.

Im Zuge der Untersuchungen wurde festgestellt, dass zwischen den Mobilfunk-Basisstationen nicht nur die bisher bekannten hochfrequenten Felder existieren, sonder parallel dazu auch extrem niederfrequente und magnetische Verbindungen von Sender zu Sender eine signifikante Rolle spielen. Es konnte bewiesen werden, dass diese bislang unbeachteten Phänomene starke biologische Auswirkungen haben können.

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