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13.09.2017 06:28 Alter: 10 days

Nach der UN Meereskonferenz geht's weiter

Kategorie: Meeres- und Gewässerschutz
Microplastic Pollution Map

Microplastic Pollution Map

Als Anfang Juni 2017 in New York die erste UN Meereskonferenz nach einer Woche zu Ende ging, gab es außer allseits warnender Worte zur katastrophalen Situation der Weltmeere und einiger unverbindlicher Absichtserklärungen wenig greifbare und vor allem nachprüfbare Ergebnisse und Beschlüsse. Das war ein ernüchternd schwaches Signal der 193 teilnehmenden Staaten zu einem enormen Menschheitsproblem. Die gemeinnützige Umweltorganisation One Earth - One Ocean e.V. (OEOO) aus München, die seit nunmehr sechs Jahren an der Umsetzung ihres Konzepts einer "Maritimen Müllabfuhr" arbeitet, will den Kopf aber nicht hängen lassen. Stattdessen schreitet der Verein voller Tatendrang weiter voran, um das Problem Plastikmüll zu bekämpfen. Mit einem brandneuen Webauftritt sorgt der Verein für die Professionalisierung seines Informationsangebots. Zudem können auf der integrierten interaktiven Microplastic Pollution Map des Vereins erstmals Art und Stärke der Belastung durch Mikroplastik in unseren Gewässern abgelesen werden.

Zwar haben sich auf der UN Meereskonferenz 193 Staaten zum Schutz der Ozeane bekannt und mehr als 1.300 Selbstverpflichtungen für Meeresschutzprojekte abgegeben. Doch überprüfbare Verpflichtungen zum Schutz der Meere wollte offenbar niemand eingehen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks meinte dazu sichtlich enttäuscht: "Wir hätten uns einen weitergehenden Handlungsaufruf gewünscht. Angesichts des besorgniserregenden Zustands unserer Weltmeere darf es nicht bei Absichtserklärungen und beim Bekräftigen bereits bestehender Vereinbarungen bleiben. Wir brauchen Taten."  Hier setzt die Umweltorganisation One Earth - One Ocean e.V. (OEOO) aus München seit Jahren an und konnte im letzten Jahr den Stapellauf seines ersten großen Müllsammelschiffs SEEKUH feiern. Das Konzept "Maritime Müllabfuhr" des gemeinnützigen Vereins sieht vor, sichtbaren Plastikmüll mit Spezialkatamaranen abzufischen und zu recyclen bzw. vor Ort zu verölen.

"Mit seinen vielfältgen Projekten und Aktionen, die auf unserer neuen Website sehr gut erfahrbar sind, zeigt One Earth - One Ocean e.V., dass wir es nicht bei Absichtserklärungen à la UN Meereskonferenz belassen, sondern bereits aktiv sind in Sachen Meeresmüll", betont Günther Bonin, Gründer des Vereins. "All das, was Frau Hendricks einfordert, machen wir schon seit Jahren. Unser Konzept ist nachhaltig, global, energieorientiert, von Menschen für Menschen und vor allem schon heute anwendbar." Und er ergänzt. "Doch leider erhalten wir keinerlei finanzielle Unterstützung von Seiten der öffentlichen Hand, sondern müssen alles durch private Spendengelder finanzieren, auch unser Müllsammelschiff SEEKUH, das knapp eine halbe Million Euro gekostet hat. Deshalb freuen wir uns über jeden Kopf und jede Hand, die uns unterstützten möchte, selbst wenn es "nur" finanzieller Art ist."

Neuer Webauftritt geht an den Start

Um dieses Konzept breiten Bevölkerungsschichten zu erklären, hat der Verein mit ehrenamtlicher Unterstützung der Webdesign-Agentur Daniel Erke und der PR-Agentur Grüne Welle Kommunikation aus München einen komplett neuen Webauftritt konzipiert und umgesetzt, der in diesen Tagen online geht. Mit prägnanten Inhalten, einer intuitiven Menüführung und modernem Webdesign schafft sich der Verein so einen zeitgemäßen Außenauftritt zur Professionalisierung seines Informationsangebots. Unter Opens external link in new windowwww.oneearth-oneocean.com erfahren Interessierte ebenso wie engagierte Umweltschützer alles über die Problematik des Plastikmülls in den Gewässern weltweit und wie der Verein dieses Problem mit seinem Konzept der maritimen Müllabfuhr angeht. Neben Basisinformationen und aktuellen Zahlen stellt sich der Verein auch mit seinen Projekten und Aktionen vor, nennt Veranstaltungstermine und regt zum Mitmachen an. Der neue Webauftritt von One Earth - One Ocean wurde "responsiv" programmiert, das heißt er passt sich automatisch der Bildschirmgröße auch mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets optimal an.

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